Future-Jobs oder Arbeitslose?

Aibos beim Robocup 2005. learza (Alex North) from Australia. Quelle: Wikipedia
So wie iPhones, MP3s und Video-Streams unser Verhalten, hinsichtlich Kommunikation und Medienkonsum, völlig verändert haben, so werden neueste Internettechnologien (Internet-Of-Things IOT) unser Arbeitswelt komplett auf den Kopf stellen. 
Längst fahren viele tausende Industrieroboter zwecks einfacherer Logistik, durch die Hallen des Online-Händlers Amazon. Routinearbeiten in Büros werden von großen Firmen mittlerweile durch robotische Sachbearbeiter erledigt.
Wer hätte noch vor wenigen Jahren gedacht, dass selbstfahrende Autos ab 2015 bereits auf den Straßen unterwegs sind?

​Sind bald alle arbeitslos?

In fast allen Berufszweigen und Branchen müssen Mitarbeiter damit rechnen, dass ihre Jobs durch einen Roboter oder eine künstliche Intelligenz ersetzt werden.
Diese Befürchtung scheint auf den ersten Blick angebracht zu sein - doch unbegründet. Wissenschaftler haben in Untersuchungen dieser Entwicklungsprognosen gezeigt, dass bei einem Wegfall von Routineaufgaben eine neue Tätigkeit im gleichen Beruf gefragt ist. Arbeitslosigkeit entsteht nur, wenn sich Mitarbeiter nicht anpassen können.

Ständiges Umdenken

Das bedeutet für unser gesamtes Dasein als Mensch eine völlig andere Art zu arbeiten. Schließlich wird die Digitale Welt nicht Halt machen, sondern jedes Jahr wieder neue Trends generieren, die alte Aufgaben obsolet machen. Ständiges Umdenken wird in Zukunft immer mehr gefragt sein, denn es wird immer neue, interessante Herausforderungen geben – die immer schneller von weiteren Herausforderungen abgelöst werden.

Besonders für Menschen die mit intelligenten Maschinen gut umgehen können, werden immer einen Arbeitsplatz finden. Wer Experte auf dem Gebiet Datenanalyse, Softwareentwicklung oder User Experience ist, braucht nicht um seinen Job zu bangen.

Die Bürokratische Revolution

Was Ende des 18. Jahrhunderts die Industrielle Revolution war, wird Anfang des 21. Jahrhunderts die "Bürokratische Revolution" werden. Denn die Umwälzung der Arbeitsbedingungen, die mit der technologischen Entwicklung einhergehen, werden vor allem in den Büros zu erwarten sein. Buchhaltung wie wir sie heute kennen, wird wohl bald der Geschichte angehören.
Auch Übersetzung von Fremdsprachen wird immer mehr von Dolmetscher-Software übernommen, da Spracherkennungssysteme wie etwa von Google oder Apple immer besser werden.

Vielleicht kann man sagen, dass die folgenden Berufe nach und nach von Maschinen übernommen werden:
  • Controller
  • Einkäufer
  • Auftragsdisponenten
  • Servicemitarbeiter
  • Dolmetscher
  • Buchhalter
  • Fabrikarbeiter
  • Taxifahrer
  • Buchhalter
  • Immobilienmakler
  • Aktienanalysten
  • Journalisten
  • Logistikdisponenten
  • Kreditanalysten
  • Chauffeure
  • Kassierer
  • Buchhalter
  • Makler
  • Call-Center-Mitarbeiter
  • Busfahrer
  • Bibliothekare
  • Verkehrspolizisten
  • Piloten

Was bedeutet das für die menschliche Kultur?
Spätestens wenn die vielen Menschen mit geringer Bildung und geringem Einkommen ihre Jobs verlieren und bei dem Wettrennen der technologischen Fortentwicklung nicht mithalten können, werden sich neue Gruppierungen bilden und in Zukunft sich vielleicht wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Wie das von Statten gehen soll, dass steht auf einem anderen Blatt.

Amish by KiwiDeaPi 2007. Quelle: Wikipedia
Amish People
 

Kreativität wird gefragt sein - mehr denn je!

Redakteure, Schriftstellern und viele andere kreative Berufe stehen auf der sicheren Seite. Auch Wissenschaftler und soziale Berufe werden in ihrer bisherigen Form wohl bestehen bleiben. Ebenso Physiotherapeuten und Zahnärzte - sie werden wohl kaum durch einen Roboter ersetzt werden können.
Darum sollten sich Menschen von den Computern durch ihre Kreativität und Fähigkeit zur Innovation abheben - insbesondere die Deutschen können da noch so einiges dazulernen.

  • English
  • Deutsch


© 2019 by Selim Oezkan
www.selimoezkan.com