Zukunftstrend: Ideenindustrie schlägt Schwerindustrie

By Guerrino Boatto. Quelle: Wikipedia

In einem Artikel von Springerprofessional las ich kürzlich: "Die Fetten Jahre sind vorbei".
VW-Skandal und andere Defekte im produzierenden Gewerbe und der Schwerindustrie, zeigen ganz deutlich einen Trend in Richtung Wissenskultur.
Es geht nicht mehr nur darum die meiste Kohle zu generieren, Bodenschätze zu plündern und so weiter, und so weiter. Der Schwerindustrie schwimmen die Felle weg.
Das mag wohl an der zunehmenden Digitalisierung und der abnehmenden Industrialisierung (wenn man von soetwas überhaupt noch sprechen kann) liegen.

Verschiebung der Branchen

Gewinne von westlichen Ländern verlagern sich zunhemend in Schwellenländer, denn ständiges Wirtschaftswachstum war gestern. Der Druck konkurrierender Branchen steigt, Kunden profitieren von niedrigeren Preisen. Gewinne verschieben sich auf diejenigen Industrie-Branchen, die die besten Ideen haben und nicht die meiste Kohle.
Betreiber von Industrieanlagen ringen bereits mit den immer weiter wachsenden Veränderungen und damit einhergehenden Verschiebungen ihrer Gewinne.
Vor allem auf zwei Seiten wird gerungen:

  1. Eindrucksvolle Innovationen die aus Firmen in Schwellenländern kommen.
  2. Agilität des High-Tech-Markts zwingt alteingesessene Industriezweige in die Knie.

Stichworte für Investitionen:

  • Forschung & Entwicklung
  • Talentsuche
  • Wechsel von Kapitalvermögen zu "Intellektualvermögen"
  • Marken
  • "Zukunftsgerechte" Software
  • Innovative Algorithmen
  • Medien, Finanzen und Informationstechnologie

Die aufstrebenden Wirtschaftsbereiche in Schwellenländern (Emerging Economies) machen mittlerweile 40% des globalen Umsatzes aus. 
Der Technologie-Sektor dehnt sich weiter aus.
Mehr zum Thema auf McKinsey&Company (Suche Sie dort nach dem PDF "Executive Summary").

Also: Bleiben Sie wachsam hinsichtlich Worst-Case-Szenarien - niemand weiß was die kommenden 5 Jahre an Veränderungen bringen werden!

Wachstum Wachstum Wachstum - Wozu eigentlich?

Wachstum scheint nötig, wenn Zinsen verzinst werden. Doch durch neue, digitale Währungen wie etwa Bitcoin, könnte sich das Geldsystem und die Art des Handels bald völlig verändern - es sei denn Global Player und Großbanken steuern dagegen.
Wachstum wird nur gebraucht, wenn Zinsen gezahlt werden müssen - Lesen Sie hierzu auch meinen Artikel zum Josephspfennig.
Statt auf Wachstum zu setzen und um jeden Preis gegen die Konkurrenz vorzugehen, sollten Unternehmen sich besser auf Kreativität konzentrieren.
Kreativität heißt aber nicht Perfektionismus - das ist eher ein Erfolgskiller.
In Ihrem Unternehmen sollten Sie statt alles zu kontrollieren, lieber ein kreatives Chaos erzeugen, eine "Schaffensunruhe" - so entstehen neue und innovative Ideen.
Würdigen Sie den Erfolg Ihrer Mitarbeiter.

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